Infos zu citystrom natur


Woher stammt der Strom für "citystrom natur"?


Der Weltenergiebedarf steigt stetig an, während die natürlichen Ressourcen immer knapper werden. Mit dem Ziel, erneuerbare Energiequellen zu fördern, bietet die Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS) seit einigen Jahren mit "citystrom natur" umweltfreundlichen Ökostrom aus Wasserkraft an, der überwiegend in österreichischen Wasserkraftwerken erzeugt wird. Dass es sich dabei um reinen Strom aus Wasserkraft handelt, hat der TÜV Süd bestätigt.

Hier finden Sie eine Strombezugsbestätigung für die Stadtwerke Schwerin


Welche Vorteile hat Wasserkraft gegenüber anderen regenerativen Energiequellen?

Wasserkraft zählt wie Wind, Sonne und auch Erdwärme zu den regenerativen Energiequellen, wobei Wasserkraft durch eine besonders hohe Verfügbarkeit gekennzeichnet ist. Verglichen mit dem herkömmlichen Energiemix ist Strom aus Wasserkraft eine umweltfreundliche und zugleich preiswerte Alternative. Besonders im direkten Vergleich mit anderen regenerativen Energiequellen schneidet Wasserkraft gut ab, denn sie benötigt beispielsweise gegenüber Wind- und Solarenergie geringere spezifische Aufwendungen und ist besser steuerbar.


Warum kommt der Strom für "citystrom natur" nicht aus deutschen Kraftwerken?

Die SWS bezieht den Strom für "citystrom natur" aus österreichischen Wasserkraftwerken, da Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Deutschland nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert, d.h. mit besonders hohen Preisen vergütet wird. Darüber hinaus wird "Grünstrom" hierzulande von Endkunden aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zwangsläufig anteilig bezogen, so dass es für Energieversorger in Deutschland kaum separate Angebote für einheimisch produzierten "Grünstrom" gibt bzw. die vorhandenen Angebote gegenüber dem Kunden wirtschaftlich nicht vertretbar sind.

Länder wie Österreich und Norwegen sind aufgrund ihrer zahlreichen Berge, Seen und Flüsse für die Produktion von Strom aus Wasserkraft geografisch begünstigt. Daher spiegelt die Erzeugungsstruktur der Stromproduktion dort einen besonders hohen Anteil an erneuerbaren Energieträgern, insbesondere Wasserkraft, wider. Die SWS macht sich diese günstigen Voraussetzungen beim Stromeinkauf zunutze, um umweltfreundlichen Strom aus reiner Wasserkraft preiswert anbieten zu können.


Wie kaufen die Stadtwerke Schwerin den Ökostrom ein?

Die SWS kauft den Ökostrom direkt von österreichischen Wasserkraftwerksbetreibern ein. Der eingekaufte Strom wird von den Wasserkraftwerken physisch in das deutsche Stromnetz eingespeist. Es handelt sich beim Ökostrom der SWS also nicht um RECS zertifizierten Strom.


Kommt mit "citystrom natur" ausschließlich Strom aus Wasserkraft aus meiner Steckdose?

Nein. Das Stromversorgungsnetz kann man gut mit einem See mit vielen Zuflüssen (Stromproduzenten) und Abflüssen (Stromverbraucher) vergleichen. Kein Stromversorger oder -anbieter kann sicherstellen, dass ausschließlich der von ihm angebotene Strom bei seinen Kunden aus der Steckdose kommt. Dass der Strom aus einem Wasserkraftwerk bei den "citystrom natur"-Kunden der SWS aus der Steckdose kommt, ist physikalisch nicht möglich. Dennoch entscheiden Sie mit der Wahl Ihres Stroms, welcher Stromproduzent wie viel in den "Stromsee" einspeist.


Welchen umweltpolitischen Nutzen bringt der Kauf von "citystrom natur"?

Nach den Grundsätzen der Marktwirtschaft wird das produziert, was nachgefragt wird. Wenn sich viele Kunden für umweltfreundlichen Strom entscheiden, dann wird sich dies auch positiv auf die Erzeugung auswirken. Je mehr Kunden "citystrom natur" bestellen, desto größer werden auch unsere Bestellmengen für Strom aus Wasserkraft sein. So trägt jeder Ökostromkunde dazu bei, dass der regenerativ erzeugte Stromanteil beständig steigt.

Zugleich investiert die SWS auch direkt vor Ort in umweltschonende Verfahren der Energieerzeugung wie das umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren und die Erzeugung von Strom und Wärme mit Hilfe von Biogas und Sonnenenergie (Photovoltaik). Den von uns selbst produzierten Ökostrom vermarkten wir nicht direkt an Endverbraucher.

Die SWS wird so ihrer Verantwortung gerecht und leistet auch auf regionaler Ebene einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz. Schon heute stammen bereits fünf Prozent der Fernwärmeeinspeisung in Schwerin aus regenerativen Energiequellen - damit ist die SWS einer der Vorreiter in Mecklenburg-Vorpommern für diesen Bereich.


Müssen auch Ökostromkunden die EEG-Umlage zahlen?

Ja, auch Ökostromkunden müssen die EEG-Umlage zahlen.